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Sonntag der Dreizehnte | 3 Besucher online |
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Ralph Schüller

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Drehen

Katze am Fuß und Fuß in der Welt
und eine Maus im Heu
Die raschelt uns den Tag zurecht
jede Sekunde neu
Morgensonne, Ost-Balkon, ein Windrad im Wind
das rattert uns den Takt
ob Flugzeug, ob Vogel oder rüstiger Rentner
kurz vor dem Herzinfarkt
Ein Schornsteinfeger, ein „Mach-Mich-Glücklich“-Tee
Ein Wisch Schwarzes nur, dann tut‘s nicht mehr weh

Brot im Bauch und Bauch in der Sonne
und einen Ausblick aufs Meer
das weht uns salzig Frieden und Krieg
aus fernen Ländern her
Ein schattiger Platz, uns‘re Burg aus Sand
Ein weiches Gebilde am Wellenrand

Und dreht sich die Erde, drehst du dich
Ein Lächeln wie Seide auf deinem Gesicht
Ein Himmel der uns das Blaue verspricht
Siehst du nicht

Hand am Ruder und Ruder am Boot
ob diese Nuss-Schale hält
Segeln wir unseren Wundern entgegen
die Nackenhaare aufgestellt
Hans im Glück und Glück in den Sternen
vor Unglück gefeit
Liegen wir und unsere dünnen Arme
auf einem teuren Kleid

Ein Totenkopf auf der Armbanduhr
Eine Vogelscheuche als Galionsfigur
Die Töpfe heiß auf dem Herd
Die Zügel straff am Schaukelpferd

Und dreht sich die Erde, drehst du dich
Ein Lächeln wie Seide auf deinem Gesicht
Ein Himmel der uns das Blaue verspricht
Siehst du nicht

Schickt es sich nicht, gibts du nicht auf
Die Bugwelle steigt, dein Lebenslauf
Flussabwärts in Richtung Zivilisation
Flussaufwärts zu Fuß rennst du mir davon

Und dreht sich die Erde, drehst du dich
Ein Lächeln wie Seide auf deinem Gesicht
Ein Himmel der uns das Blaue verspricht
Siehst du nicht

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