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| alle Texte © Ralph Schüller
| außer, anders ausgewiesen
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zuletzt:
Monduntergang
Die ewig langen Zeiten Zeiten
Die geölten Schaufelstiele der Heizer
Die Spaghettisoßespritzer um den Mund
Meine zweiten Chancen
Die ewig langen langen Zeiten
Das Vertane
Die Waldläufe
Meine vorletzten Schritte
in den Garten hinter das Haus
Die Ewigkeit eines Hundebellens
Er und ich auf nächtlicher Augenhöhe
Meine Ziel-Ungerade
während der Mond untergeht
[September 2011]
Sommerlaune
Das wechselnde Wetter
Die Tomaten und die Fliegen
Auf dem Fleisch der Tagesgeschäfte
Die Ablenkungen, wenn der Schein uns trügt
In die Ablenkungen
In die Gewalt
Die verfolgten Momente des Glücks
Diese fünf Sekunden wunderbar taubblindstummes Nichtswissen
Wollen wir
Das Essen
Das Sex
Das Ruhm
Das Hilfe Hilfe Hilfe
Das Wie-einfach-wir-doch-sind
Der dreiundvierzigste Advent scharrt an der Tür
Was für ein schönes zuckendes Soundso
[Juli 2011]
April-Ende
Hilft nichts
bleibt nichts
weiter die Straße
hinaufhinab
ein süßes Zucken
ein fahles Zittern
Vor uns die Weite Arizonas
hinter uns ein deutscher Supermarkt
ein Polizeiwagen stiebt in den Horizont
wir fragen nicht mehr warum
wir haben das gelernt
wir flüstern
und lächeln
uns zu
Es hilft nicht
Es bleibt nichts
schlaf schön
mein treuer April.
[April 2011]
Buillac
Warten und lauschen
Waschen und Kämmen
Die Schuhe dreckig machen
Sie säubern und trocknen
Holz auf das Feuer legen
Den Hund und die Katze streicheln
Sich in die Kurve legen als wäre Rummel
Denn das Kettenkarussell ist heute kostenlos
Eine große unendliche Pause
Ein Wachsen, Ruhen, Wachen
Und die Krähen trampeln ein fremdes freundliches Gesicht
in den stillen Schnee
Keine Vorkommnisse
Er sagt nichts, macht keine Geräusche
Ordnet die Dinge, richtet sie aus
Verfeinerte Sicherheit mit einem Spritzer Amok
Die Rollos heruntergezogen
können wir nur hoffen
daß er eine neue Flasche öffnet
und nicht die Patronentasche
Er sagt nichts, kein eigener Ton
Bis wir mit offenem Mund
hilflos unser Telefon suchen,
um jemanden anzurufen
der die ganze Schweinerei wieder wegmacht
[Januar 2011]
Vertautes
Eine junge Frau weint auf dem Gehweg
Zwei junge Frauen trösten sie
während der Schnee taut
tauen wir
[Januar 2011]
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